Scuba-Libre Duesseldorf e.V.

Schutzkonzept zum Kindeswohl
Scuba Libre Düsseldorf e.V.
Stand: Juli 2025

1. Präambel

Der Scuba Libre Düsseldorf e.V. ist ein gemeinnütziger Tauchverein, der Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen einen sicheren Raum zur Ausübung des Tauchsports bietet. Wir verstehen es als unsere zentrale Aufgabe, das Wohl von Kindern und Jugendlichen zu schützen und aktiv gegen jegliche Form von Gewalt, Missbrauch, Vernachlässigung und Grenzverletzung einzutreten. Dieses Schutzkonzept orientiert sich an den Vorgaben des Landessportbundes NRW sowie am Schutzkonzept des TSV NRW (Stand 12.02.2025) und wird durch unsere vereinsinternen Strukturen konkretisiert.


2. Zielsetzung

Ziel dieses Schutzkonzepts ist es,

  • Risiken für Kinder und Jugendliche im Vereinsalltag zu erkennen und zu minimieren,
  • präventive Maßnahmen zu etablieren,
  • Handlungsleitlinien für Verdachts- und Gefährdungsfälle bereitzustellen,
  • eine Kultur der Achtsamkeit, Offenheit und Verantwortung zu fördern.

3. Risikoanalyse

3.1 Risikobereiche im Vereinskontext

Im Rahmen unserer Vereinsaktivitäten ergeben sich insbesondere folgende potentielle Risikosituationen:

  • Tauchtraining mit körpernahen Hilfestellungen

  • Nutzung von Umkleidekabinen und Duschen

  • gemeinsame Fahrten zu Tauchgängen oder Wettkämpfen

  • Freizeiten und Übernachtungen

  • Digitale Kommunikation über WhatsApp oder E-Mail

3.2 Strukturelle Risiken

  • Einzelkontakte zwischen Betreuer*in und Kind

  • Unkontrollierte Räumlichkeiten (z. B. Lager, Vereinsheim)

  • Fehlende Transparenz bei Abläufen oder Zuständigkeiten


4. Präventive Maßnahmen

4.1 Auswahl und Eignung von Personen

Alle im Kinder- und Jugendbereich tätigen Personen müssen folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses alle vier Jahre

  • Unterzeichnung des vereinsinternen Ehrenkodex

  • Zusätzlich müssen alle Ausbilder im Verein, an einer Schulung zur Prävention sexualisierter Gewalt teilnehmen

4.2 Verhaltensregeln

  • Keine Einzeltrainings ohne Kontroll- und Zugangsmöglichkeit für Dritte

  • Kein einzelnes Duschen mit Kindern oder Jugendlichen

  • Keine privaten Nachrichten ohne Wissen der Eltern

  • Keine Fahrten mit nur einem Kind allein im Auto

  • Körperkontakt nur im notwendigen Rahmen und altersangemessen


5. Ehrenkodex

Alle Betreuerinnen, Trainerinnen und sonstige im Jugendbereich tätigen Personen verpflichten sich mit ihrer Unterschrift:

  • die Würde und Integrität der ihnen anvertrauten Kinder und Jugendlichen zu achten,

  • Grenzüberschreitungen aktiv wahrzunehmen und zu verhindern,

  • Verdachtsmomente umgehend zu melden,

  • keine diskriminierenden, sexualisierten oder herabwürdigenden Äußerungen zu tätigen.


6. Ansprechpersonen

Der Verein benennt folgede Vertrauensperson und Ansprechstellen bei Fragen, Unsicherheiten und Verdachtsfällen:

Sowie externe Kontaktstellen:

  • Kinderschutzbund Düsseldorf e.V. 0211-6170570

  • Kinderschutzdienst mit Kinderschutz-Notruf 0211 8992400

  • Nummer gegen Kummer 116 111

  • Hilfe-Telefon Sexueller Missbrauch 0800 2255530

  • Polizei 110

  • Rettungsdienst 112


7. Verfahren im Verdachtsfall

7.1 Grundsätze

  • Jeder Hinweis auf mögliche Vorfälle/Verdachtsfälle wird ernst genommen.

  • Das Gespräch mit der betroffenen Person erfolgt vertrauensvoll, behutsam, nicht wertend und ohne Druck. Es erfolgt keine Vorverurteilung.

  • Der Schutz der betroffenen Person hat Vorrang vor dem Schutz des Vereins oder Einzelner.

7.2 Interventionsschritte

  1. Dokumentation des Vorfalls mit Datum, Wortlaut, Verhalten

  2. Meldung an die Ansprechperson im Verein

  3. Einschätzung mit externer Fachstelle

  4. Bei Bestätigung: Kontakt zu Jugendamt/Polizei

  5. Information der Eltern nur nach Rücksprache mit Fachstelle


8. Kommunikation & Sensibilisierung

  • Regelmäßige Infoveranstaltungen für Eltern und Jugendliche

  • Aufnahme des Themas in die Jugendordnung und den Ausbildungsplan

  • Hinweis auf das Schutzkonzepts an neue Mitglieder (Im Aufnahmeantrag).


9. Evaluation & Fortschreibung

Das Schutzkonzept wird jährlich durch den Vorstand in Zusammenarbeit mit den Jugendverantwortlichen überprüft, aktualisiert und bei Bedarf angepasst. Vorschläge zur Weiterentwicklung sind jederzeit willkommen und werden offen diskutiert.

Dieses Schutzkonzept wurde beschlossen am:
1.7.2025

Für den Vorstand:
Stephan Funk, 1. Vorsitzender

Für den Jugendbereich:
Jürgen Peter, Jugendwart

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